IQB
Newsletter zum Pflege &. Medizinrecht
&. zu fachspezifischen Informationen rund um die Medizin &.
Pflege
v. Ass. jur. Lutz Barth
25.02.09
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Zum Anbringen eines Funkchips am
Handgelenk der Betroffenen sowie deren Zurückhalten im Altenzentrum
Das Landgericht Ulm (Beschl. v. 25.06.08 – Az. 3 T
54/08) hatte sich im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens
mit einem mehr oder minder klassischen Problem auseinanderzusetzen: vielfach
sind die in stationären Einrichtungen zu betreuenden Personen „zeitlich und
örtlich desorientiert“ und stellen so den Träger und die Mitarbeiter vor
besondere Aufgaben, insbesondere wenn die Bewohner sich durch eine häufige
Weglauftendenz auszeichnen.
Wir vom IQB haben bereits auf den
Beschluss des LG Ulm in unserem Rechtsprechungsreport ( >>>
http://www.iqb-info.de/LG_Ulm_Funkchip_2008.pdf <<< pdf.)
hingewiesen.
Dieser Beschluss des LG Ulm ist
nunmehr ganz aktuell von R. Robert Roßbruch in der aktuellen Ausgabe der
Zeitschrift PflR 02/2009, S. 74 ff.
rezensiert und vom Ergebnis her kritisch gewürdigt worden. Er nimmt sich in
seiner Entscheidungsrezension insbesondere des Zielkonflikts zwischen der
Gewährung von Freiheitsrechten einerseits und der Ermöglichung optimaler
Sicherheit anderseits an und kommt letztlich auch trotz vorgetragener Bedenken
zum Ergebnis, dass die Anbringung eines Funkchips nicht schlechthin unzulässig
ist.
Mehr dazu erfahren Sie in der
aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Rechtsfragen in der stationären und
ambulanten Pflege.
Pflegerecht (PflR)
02/2009, S. 74 ff.
In diesem Zusammenhang stehend darf
ferner auf die folgenden Beiträge zum vertiefenden Lesestudium hingewiesen
werden:
Haftung bei Sturzfällen im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim unter
Heranziehung der Beweiserleichterung des voll beherrschbaren Risikos
von Dr. Ruth Schultze-Zeu
>>> zum Beitrag v. Dr. Schultze-Zeu <<< (pdf.)
Literaturhinweise
Praktikanten und die
Sozialversicherung
Auch im Pflegebereich wird gern mit
Praktikanten gearbeitet und hierbei ist zu berücksichtigen, dass speziell im
Sozialversicherungsrecht einige Besonderheiten gelten, die zwingend zu
berücksichtigen sind.
Der Autor Jürgen Heidenreich, TK
Hamburg erläutert in einem instruktiven Beitrag die Hintergründe und er widmet
sich insbesondere der Frage, wann und in welchem Umfang eine Sozialversicherungspflicht
besteht.
Mehr dazu erfahren Sie in der
aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Rechtsfragen in der stationären und
ambulanten Pflege.
Pflegerecht (PflR)
02/2009, S. 53 ff.
Furcht und Schrecken vor der
„Medizinethik“ (!?)
„Opium fürs Volk“ (!?)
Zitate von Gegenwartsphilosophen und Textpassagen von namhaften
Organisationen
>>> Zur Präsentation <<< (im Pdf. Format)
Vgl. dazu auch die „Schlusserklärung“
v. Lutz Barth (22.02.09)
>>>
Pdf. Dokument aufrufen und drucken <<<
Klerikaler Paternalismus
Die Kirchen und das Sterben
v.
Friedrich Wilhelm Graf, in sueddeutsche.de v. 19.02.09 >>> http://www.sueddeutsche.de/953380/660/2765061/Klerikaler-Paternalismus.html <<< (hmtl)
Veranstaltungshinweise / Sonstiges
Sterbehelfer Kusch
"Dr. Tod" hilft nicht mehr
Quelle:
sueddeutsche.de v. 20.02.09 >>> http://www.sueddeutsche.de/politik/504/459149/text/ <<< (html)
Kurze Anmerkung (L. Barth, 21.02.09)
Ungeachtet
der Tatsache, dass die Überschriftenzeile ganz bewusst Assoziationen wecken
soll und keiner Kommentierung bedarf, scheint die Freude bei den
Sterbehilfegegnern groß zu sein.
"Nun
hat das Geschäftemachen mit dem Tod und der Angst ein Ende", so der
Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch.
Die
Politik müsse nun handeln, damit das Problem nicht ins Ausland verschoben
werde, so Eugen Brysch weiter.
Was
damit gemeint sein soll, wird in dem o.a.
Zeitungsartikel leider nicht erwähnt, zumal nunmehr die Suizidwilligen auf
einen Sterbetourismus angewiesen sind. Es bleibt abzuwarten, ob ggf. die
Politik ein Ausreiseverbot in Erwägung ziehen soll, damit nicht „das Problem ins
Ausland verschoben“ wird. Das wären dann keine guten Aussichten für einen frei
verantwortlichen Suizid, zumal offensichtlich im Ausland das
Selbstbestimmungsrecht mehr Berücksichtigung findet, als hierzulande.
Ungeachtet
der „schaurigen Geschichten“, die von den Medien und den Sterbehilfegegnern um
die Person des Herrn Kusch gestrickt werden, verbleibt es freilich dabei, dass
innerhalb unserer Gesellschaft zwingend eine Debatte um die ärztliche Assistenz
bei einem freiverantwortlichen Suizid zu führen ist. Es wird wohl kaum so sein,
dass nunmehr der Deckmantel des „Schweigens“ ausgebreitet wird, nachdem nunmehr
eine Person des öffentlichen Lebens einen Meinungswandel verkündet hat und die
eingelegte Beschwerde gegen die erstinstanzliche Entscheidung des VG Hamburg
zurückzuziehen gedenkt.
Die
Debatte muss mit unverminderter Intensität fortgeführt werden, bevor die Grundrechte
der Sterbewilligen auf Dauer für Jahrzehnte „versenkt“ werden und zwar
unabhängig von den aktuellen Bestrebungen namhafter Verbände, eine Charta für Schwerstkranke
und Sterbende auf den Weg zu bringen, die vielleicht den höchst trügerischen
Eindruck vermitteln könnte, als sei das „Sterben“ in unserem Lande nunmehr auf
einen „guten Weg“ gebracht. Dem ist mitnichten so, da ungeachtet des
palliativmedizinischen Fortschritts der Sterbenskranke jederzeit das Recht hat,
einen freiverantwortlichen Suizid zu begehen und vielleicht darauf hoffen darf,
dass künftig ein Arzt seines Vertrauens hierbei assistieren kann.
Insofern
sind wir unseren europäischen Nachbarn durchaus zu Dank verpflichtet, wenn und
soweit dort Schwerstkranke und Sterbende einen letzten Akt der Humanität
erfahren können, der ihnen derzeit hierzulande noch versagt bleibt.
Der Fall Walter Jens
„Mich erschüttert dieser Mann“
v.
Hans Küng,
Quelle:
FAZ.net v. 20.02.09 >>> http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E67DAC265F2614A2091E8FE7088F5C649~ATpl~Ecommon~Scontent.html <<< (html)

Keine
Unterstützung durch Heimleitung
Eine
neue Wohnbereichsleitung erfährt keinerlei Unterstützung durch die Heimleitung
bei der Führung eines schwierigen Teams.
Weitere
Informationen zu dieser Fallschilderung erfahren Sie unter dem nachfolgenden
Link!
Quelle:
>>> KDA – Aus kritischen Ereignissen
lernen - Online Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege (Bericht v.
20.02.09) <<< (html)
Neue Regelungen für
Qualitätsberichte der Kliniken veröffentlicht
Der Gemeinsame Bundesausschuss
(G-BA) in einer Arbeitsversion neue Regelungen für die Qualitätsberichte der
Krankenhäuser auf seiner Website veröffentlicht.
Mehr dazu erfahren Sie auf dem
nachfolgenden Link.
Quelle: G-BA, Pressemitteilung v.
20.02.09 >>> http://www.g-ba.de/informationen/aktuell/pressemitteilungen/278/ <<< (html)
Molekulare Kontrolle des Proteinabbaus in alten
Zellen aufgedeckt
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 20.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/default.aspx?sid=534212 <<< (html)
Roger Kusch will keine Sterbehilfe mehr leisten
Quelle:
Welt online v. 20.02.09 >>> http://www.welt.de/politik/article3239655/Roger-Kusch-will-keine-Sterbehilfe-mehr-leisten.html <<< (html)
Bundesministerin von der Leyen: "Wir setzen neue
Maßstäbe für den Schutz älterer und pflegebedürftiger Menschen"
Bundeskabinett
beschließt Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG)
Quelle:
BMFSFJ, Pressemitteilung v. 18.02.09 >>> http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=120416.html <<< (html)
Bundeskabinett beschließt Änderungen des
Arzneimittelgesetzes und anderer Gesetze
Am
18.02.09 hat das Kabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher
und anderer Vorschriften beschlossen. Das Änderungsgesetz soll im Wesentlichen
der Anpassung des Arzneimittelgesetzes an europäische Verordnungen und
Erfahrungen aus dem Vollzug dienen. Damit verbunden werden Änderungen in
anderen Rechtsvorschriften, die teils mit Änderungen im Arzneimittelgesetz
(Betäubungsmittelgesetz, Transfusionsgesetz, Verordnung über homöopatische Arzneimittel) zusammen hängen oder Regelungen
insbesondere im Sozialgesetzbuch V (Krankengeld) betreffen.
Mehr
dazu erfahren Sie auf dem nachfolgenden Link. Dort steht auch ein Download zur
Verfügung, mit dem Sie den Entwurf des o.a. Gesetzes
herunterladen können.
Quelle:
BMG, Pressemitteilung v. 18.02.09 >>> http://www.bmg.bund.de/cln_117/nn_1168278/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/pm-18-02-09-3.html?__nnn=true <<< (html)
Selbstmedikation - da fehlt dem Hausarzt der
Überblick
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 20.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/default.aspx?sid=532886 <<< (html)
Was macht eigentlich ein Pflegestützpunkt?
v.
Gesa Coordes,
in
Ärzte Zeitung v. 20.02.09 (Quelle: >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/default.aspx?sid=533835 <<< html)
Ein klares Votum?
„Es gibt ein Recht auf würdiges
Sterben, aber kein Recht auf Töten. Ich bin erschüttert, was in Holland,
Belgien und der Schweiz los ist und froh über das klare Votum Deutschlands
gegen aktive Sterbehilfe“, so der Radiologe Prof. Dr.
Dietrich Grönemeyer (Quelle: Passauer Neue Nachrichten v. 16.02.09>>> http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-23091656&Ressort=bay&Ausgabe=a&RessLang=bay&BNR=0 <<< (hmtl)
Kurze Anmerkung (L. Barth, 19.02.09):
Hier
scheint ein beachtliches Informationsdefizit zu bestehen. Alle Umfragen neueren
Datums weisen eher in die andere Richtung, wonach sich eine Vielzahl von Bürgerinnen
und Bürgern vorstellen können, dass die aktive Sterbehilfe liberaler zu
handhaben ist. Im Übrigen darf Herr Grönemeyer daran erinnert werden, dass sich
ein nicht unerheblicher Teil seiner ärztlichen Kollegen in dieser Frage
positioniert hat und offensichtlich dafür plädieren, ggf. in bestimmten
Situationen die ärztliche Assistenz bei einem freiverantwortlichen Suizid zu
ermöglichen. Insofern sind gerade Länder wie Holland, Belgien und die Schweiz
geradezu vorbildlich bei der Ausgestaltung des Selbstbestimmungsrechts eines
jeden Einzelnen und man darf in diesem Zusammenhang stehend durchaus auch
anmerken, dass in diesen Ländern das ethische Zwangskorsett mit Blick auf die
ärztliche Ethik abgestreift wurde.
Wenn
überhaupt von „Erschütterung“ die Rede sein soll, dann dürfte dies gerade für
die hiesigen Verhältnisse gelten, in denen das selbstbestimmte Sterben, ggf.
auch unter einer ärztlichen Assistenz, nicht möglich ist – jedenfalls derzeit
noch nicht.
Mit
Verlaub – wer ist also mit „Deutschland“ gemeint?
Eine Heimat für 1,2 Millionen Pflegende
Quelle:
DPR – Newsletter, in: Heilberufe – das Pflegemagazin,
Nr. 2.2009 >>> http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/09FCA9DFADD23783C125755F005592C6 <<< (html)
Dopingschutz
von Kindern steht über ärztlicher Schweigepflicht
Quelle:
Ärzteblatt.de v. 19.02.09 >>> http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/35509/Dopingschutz_von_Kindern_steht_ueber_aerztlicher_Schweigepflicht.htm <<< (html)
Berliner KV-Chefin Prehn
für Ausweitung eines Modellprojekts
Bessere Versorgung im Heim wäre so einfach
Quelle:
Ärztliche Praxis v. 19.02.09 >>> http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_politik_pflege_kv_123495833191.htm <<< (html)
"Was Ärzte und Pfleger leisten, ist
unbezahlbar"
v.
Sabine Schiner
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 18.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/default.aspx?sid=533216 <<< (html)
Anästhesisten geben Entwarnung für Epidural-Narkose
Quelle:
Medizin-online v. 05.02.09 >>> http://www.medizin-online.de/cda/DisplayContent.do?cid=277560&fid=252758&identkey=S7mR6Y54d0I6Ksdj%2BaqqCg== <<< (html)
Die meisten Ärzte sind mit antidementiver
Therapie in der Praxis zufrieden
v.
Thomas
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 19.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/default.aspx?sid=531661 <<< (html)
Projekt: Alzheimer-Prävention mit Stoffen aus der
schwarzen Johannisbeere
Quelle:
Ärzte Zeitung online v. 19.02.2009 >>> http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/default.aspx?sid=534021 <<< (html)
Neuer Musterheimvertrag mit allen gesetzlichen
Aktualisierungen
“Ab
sofort stellt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) seinen
Mitgliedern neue Musterheimverträge zur Verfügung. „Unser neuer Heimvertrag
berücksichtigt alle bundes- und landesgesetzlichen Neuerungen“, so Stephan
Baumann, VDAB-Bundesvorsitzender. Darüber hinaus
präsentiert der VDAB seinen ersten Wohn- und Betreuungsvertrag für neue
Wohnformen.” >>> weiter
Quelle:
VDAB, Pressemitteilung v. 16.02.09 >>> http://www.vdab.de/index.php?id=269&tx_ttnews[year]=2009&tx_ttnews[month]=02&tx_ttnews[tt_news]=1048&tx_ttnews[backPid]=269&cHash=5b99554b47 <<< (html)
Gendiagnostikgesetz droht zu scheitern
Quelle:
Ärzteblatt.de v. 16.02.09 >>> http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35460 <<< (html)
Doch keine Berufskammer für Physiotherapeuten
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 17.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/default.aspx?sid=532717 <<< (html)
Nachgehakt: Umfrage bei Anne Will im Nachgang zur
Sendung „Pflegenotstand - Angehörige überfordert, Politik machtlos?“
Umfrage
zur Frage
Wo
sollte im Idealfall die Pflege von älteren Menschen stattfinden?
Zwischenergebnis (Stand: 17.02.09 –
7.00 Uhr)

Verbraucherministerin Aigner will Pflegeheime
bewerten
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 16.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/default.aspx?sid=533431 <<< (html)
Hausärzte im Osten loben Entlastung durch
"Agnes"
„Zufriedene
Patienten und eine bessere Betreuung trotz sinkender Arztzahlen: Die Delegation
von
Hausbesuchen
an Pflegende und Praxismitarbeiterinnen hat sich in den bisherigen
Agnes-Modellprojekten offenbar bewährt.“ >>>
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 17.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/default.aspx?sid=533123 <<< (html)
Jahrhundertaufgabe Demenz - der Hausarzt spielt die
Hauptrolle
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 16.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/default.aspx?sid=532402 <<< (html)
Enzym schützt vor Alzheimer
Quelle:
Ärzte Zeitung v. 16.02.09 >>> http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/default.aspx?sid=533281 <<< (html)
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